Wasko vom Münsterland

Deutscher VDH-Champion, Deutscher VDH-Veteranen-Champion
VDH-Europasieger, VDH-Bundessieger

 

 

Zuchtbuchnummer: 96-0237
Gew.: 17.02.1996
Vater: Basco vom Höftersbusch
Mutter: Nora vom Heeker Eichengrund
Züchter: Josef Luke
Besitzerin: Janine Hemsing
Gesundheitstests: HD: A1
Größe: 54 cm
Farbe: braun-weiß
Zuchtzulassung: keine Zuchtabsichten
Prüfungen: BH, AD, A1, A2, A3, AK
Formwert: vorzüglich

 

Erfolge

Datum: Verein: Prüfung: Ergebnis: Rang:  
20.05.2000 SV OG Telgte BH best.    
17.09.2000 HSV Münster e.V. AD best.    
11.10.2003 HSV Münster e.V. BH best.    
           
Ausstellung
04.05.2002 Dortmund-Westfalenhalle Europasieger-Zuchtschau Vorzüglich, BOB

1

erhält den Titel "VDH-Europasieger"

Richterbericht, 1te Anw. Dt. Ch. VDH

07.07.2007 Cloppenburg CAC Vorzüglich, BOB

1

Richterbericht, 2te Anw. Dt. Ch. VDH

12.10.2007 Dortmund-Westfalenhalle Bundessieger-Zuchtschau Vorzüglich

1 

erhält den Titel "VDH-Bundessieger"

Richterbericht, 3te Anw. Dt. Ch. VDH

08.12.2007 Kassel CACIB Vorzüglich, BOB

1

Richterbericht, 4te Anw. Dt. Ch. VDH
16.10.2009 Dortmund-Westfalenhalle Nationale Zuchtschau  

1 

Richterbericht, 1te Anw. Dt. Veteranen Ch. VDH

06.12.2009 Kassel CACIB BOB

1

Richterbericht, 2te Anw. Dt. Veteranen Ch. VDH
27.02.2010 Rheinberg CAC BOB

1

Richterbericht, 3te Anw. Dt. Veteranen Ch. VDH
           
Agility (kleiner Auszug aus der Leistungskarte)
00.00.2001 SV OG Gronau Beginner vorzüglich 1 erstes Agility-Turnier
12.05.2002 MV Ahlen A1 vorzüglich 1  
01.06.2002 MV Rheine Altenrheine A1 vorzüglich 2 Kreismeister der Kreisgruppe Münsterland
J1 vorzüglich 1
30.06.2002 HSV Münster e.V. A1 vorzüglich 2  
14.09.2002 HSV Marl-Frentrop A1 vorzüglich 3 Aufstieg in die A2
27.07.2003 MV Ahlen A2 vorzüglich 1  
21.09.2003 HSV Menden-Dahlsen A2 vorzüglich 2  
04.10.2003 HSV Marl-Frentrop A2 vorzüglich 3 Aufstieg in die A3
22.11.2003 MV Rheine Altenrheine A3 sehr gut 16  
18.01.2004 MHM A3 sehr gut 13  
18.04.2004 DVG Rosendahl-Osterwick Senioren vorzüglich 1 Kreismeisterschaft (Senioren leider nicht in der Wertung)
27.06.2004 HSV Münster e.V. Senioren vorzüglich 1  
08.08.2004 Aarschotse (Belgien) Senioren vorzüglich 1  
16.05.2005 PHV Gevelsberg Senioren sehr gut 2  
25.06.2005 HSV Münster e.V. Senioren sehr gut 3  
24.06.2006 HSV Münster e.V. Senioren vorzüglich 1 Wasko verabschiedet sich von der Agility -Turnier-Szene mit zwei sehr schönen Läufen.  Danke!!!
25.06.2006 HSV Münster e.V. Senioren vorzüglich 1


Kleiner Münsterländer

 

Geschichte und Herkunft

Der Kleine Münsterländer ist ein vielseitiger Jagdgebrauchshund. Sein Rassestandard (Rassekennzeichen) wurde 1921 von Friedrich Jungklaus festgeschrieben und umfasste 12 Punkte.
1957 wurde dieser „Standard“ überarbeitet und 1964 bei der FCI angemeldet.
Seit 1968 ist der Kleine Münsterländer eine von der FCI anerkannte Jagdgebrauchshundrasse.
Die letzte Fassung stammt aus dem Jahre 2004 und ist bis heute gültig.
Der tiefere Sinn des Standard, der Körperformen und Aussehen festlegt, bietet die Gewähr für die Arbeitstüchtigkeit in Feld, Wald und Wasser.
Die Entwicklung des Kleinen Münsterländer Vorstehhundes ist im Bereich des 19. Jahrhunderts anzusiedeln. Berichtet wird, dass um das Jahr 1870 im Münsterland langhaarige Wachtelhunde bekannt waren, die fest vorstanden, enorme Spursicherheit zeigten und gut apportierten.1906 veröffentlichte der bekannte Heidedichter Hermann Löns in der Zeitschrift „Unser Jagdhund“ einen Aufruf, ihm Reste der Hannoverschen Bracke anzuzeigen. Seine Brüder Edmund und Rudolf Löns fanden auf den niedersächsischen Bauernhöfen jedoch einen vorstehenden Wachtelhund, den sie „Heidewachtel“ nannten. Unermüdlich suchten sie eine leidliche Zuchtbasis zusammen.
Neben den Gebrüdern Löns bemühten sich in Westfalen Freiherr von Bevervörde-Lohburg, Rühl-Bergsteinfurt und Anton Bartscher-Osnabrück um eine leidliche Zuchtbasis der Reste der westfälischen Wachtelhunde. Allerdings gelang dieses Ziel erst aus der Familienzucht des Hauptlehrers Heitmann aus Burgsteinfurt.
Erst 1911 erfährt Löns von einer weiteren Zuchtfamilie, der so genannte „Dorstener Schlag“, der in der Gegend von Velen, Reeken und Coesfeld gezüchtet wurde.
Bei der Frage, woher nun diese kleinen tüchtigen Jagdhunde kamen, schieden sich die Geister der Wiederentdecker erheblich.
Alteingesessene Münsterländer nannten diese Hunde Spione oder Spannjer, gelegentlich auch Magisterhündchen, da insbesondere Pfarrer und Lehrer Liebhaber dieser Tiere waren.Eine Hypothese des „von Otto“ (1904) besagt, dass die Kleinen Münsterländer nichts anderes als eine Weiterzüchtung der „Epagneul-Breton“ sind, eine Rasse, die von jagdlustigen Offizieren Napoleons I. nach Westfalen gebracht wurde.

Edmund Löns und Friedrich Jungklaus sprachen jedoch von einer bodenständigen jahrhundertealten Einheitsrasse Nordwestdeutschlands und der Niederlande.
Nachweislich sollen sie schon 1812 herangezogen worden sein. Dieser Zeitrahmen würde sich mit der Hypothese des Imports durch die Franzosen decken. Vermutlich liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen.
Um das Jahr 1870 waren im Münsterland langhaarige Wachtelhunde bekannt, die standen fest vor, hatten eine enorme Spursicherheit und konnten auch apportieren.
1906 suchte der Heidedichter Hermann Löns mit seinen Brüdern die Reste der so genannten „Roten Hannoverschen Heidebracke“.
Sie nannten sie „Heidewachtel“. Freiherr von Bevervörde-Lohburg, und der Hauptlehrer Heitmann aus Burgsteinfurt erzielten zur gleichen Zeit mit ihrer Linienzucht die ersten Erfolge. Der „Dorstener Schlag“ traten in den Folgejahren in Westfalen in Erscheinung.
Am 17. März 1912 wurde dann der „Verband für Kleine Münsterländer Vorstehhunde“ gegründet.

Der Verband formulierte damals seine Ziele wie folgt: „Der Verein hat den Zweck, Reinheit und Hochzucht des langhaarigen kleinen Vorstehhundes, wie er im Münsterland seit vielen Jahrzehnten gezüchtet wird, zu fördern.“
Das Fehlen der Rassekennzeichen zu jener Zeit wirkte sich hemmend auf Zucht und Verbandstätigkeit aus. Ab 1921 wurde dann nach dem Rassestandard, den Dr. Dr. Friedrich Jungklaus erstellt hatte, gezüchtet.



Rassestandard
(F.C.I. STANDARD N° 102 / 06. 12. 2004/ D)


Allgemeines Erscheinungsbild:
Mittelgroßer, kräftiger und harmonischer Körperbau, der bei viel Adel und Eleganz ausgeglichene Proportionen hat. Edler Kopf.
Bei aufrechter Haltung zeigt er fließende Körperlinien mit flach getragener Rute.
Seine Vorderläufe sind gut befedert, die Hinterläufe behost und die Rute zeigt eine ausgeprägte Fahne.
Sein glänzendes Haar sollte glatt bis leicht gewellt dicht und nicht zu lang sein.
Seine Bewegungen sind harmonisch und raumgreifend.

Wichtige Proportionen: Die Körperlänge gemessen von der Brustbeinspitze bis zu den Sitzbeinhöckern soll die Widerristhöhe um höchstens 5cm übertreffen.
Die Länge des Schädels vom Hinterhauptstachel bis zum Stop entspricht der des Fanges vom Stop bis zum Nasenschwamm.


Verhalten, Charakter (Wesen):
Der Kleine Münsterländer ist intelligent und lernfähig, temperamentvoll und ausgeglichen, mit stabilem Wesen; mit aufmerksamer, freundlicher Grundhaltung gegenüber Menschen (familientauglich), guter sozialer Bindung und Orientierungsfähigkeit am Führer (teamfähig), mit passioniertem, ausdauerndem Beutetrieb, vielseitigen Jagdanlagen sowie guter Nervenstärke und Wildschärfe.

Kopf:
Kopf und Ausdruck prägen den Typ

Oberkopf /Stop: edel, trocken, flach bis leicht gewölbt, gering ausgeprägt allerdings deutlich erkennbar

Gesichtsschädel
Nase:
Nasenschwamm einfarbig braunFang: kräftig, lang, gerader Nasenrücken
Lefzen: Kurze, gut aufeinander liegend, gut pigmentiert - einfarbig braun.
Kiefer / Gebiss:
Grosse weiße Zähne. Kräftige Kiefer mit einem regelmäßigen und vollständigen Scherengebiss, wobei die obere Schneidezahnreihe ohne Zwischenraum über die untere greift und die Zähne senkrecht im Kiefer stehen. Mit 42 Zähnen gemäß der Zahnformel Eine Über- oder Unterzahl von 2 x P1 ist zulässig.
Backen:
Kräftig, gut bemuskelt.
Augen: Von mittlerer Größe, weder hervortretend noch tiefliegend. möglichst dunkelbraun. Augenlider fest am Augapfel anliegend und die Bindehaut bedeckend
Behang:
Breit, hoch angesetzt, fest anliegend, nach unten spitz zulaufend nicht über Lefzenwinkel hinausragend.
Hals:
Länge in Harmonie zum Gesamtbild, zum Rumpf hin allmählich breiter werdend. Nacken sehr muskulös und leicht gewölbt. Straff anliegende Kehlhaut

Körper
Obere Profillinie:
Gerade und leicht abfallend
Widerrist: Ausgeprägt.
Rücken:
Fest, gut bemuskelt. Die Dornfortsätze sollen durch Muskulatur verdeckt sein.
Lenden: Kurz, breit, muskulös.
Kruppe:
Lang und breit, nicht kurz abgeschlagen und zur Rute hin nur leicht abfallend gut bemuskelt. Breites Becken.
Brust: Mehr tief als breit, möglichst weit nach hinten reichendes Brustbein. Rippen gut gewölbt.
Untere Profillinie
Bauch:
In einem elegant geschwungenen, leichten Bogen nach hinten verlaufend, trocken.
Rute:
Hoch angesetzt mit langer Fahne, im Ansatz kräftig, sodann sich verjüngend, mittellang. In der Ruhe gesenkt, in der Bewegung waagrecht und nicht zu hoch über der Rückenlinie sowie leicht geschwungen getragen, im letzten Drittel darf sie leicht nach oben gekrümmt sein. 

Gliedmaßen

Vorderhand

Allgemeines:
Von vorne betrachtet gerade und möglichst parallel, von der Seite betrachtet gut unter dem Körper stehende Läufe. Der Abstand vom Boden bis zu den Ellenbogen sollte etwa gleich dem von den Ellenbogen bis zum Widerrist sein.
Schultern:
Gut anliegendes Schulterblatt, kräftig bemuskelt. Schulterblatt und Oberarm bilden einen guten Winkel von in etwa 90°
Oberarm:
Möglichst lang, gut bemuskelt.
Ellenbogen:
Am Körper anliegend, weder einwärts noch auswärts drehend. Ober- und Unterarm bilden einen guten Winkel.
Unterarm: Kräftige Knochen senkrecht stehend.
Vorderfußwurzelgelenk:
Kräftig.
Vordermittelfuß:
Gering nach vorne gerichtet.
Vorderpfoten:
Rund und gewölbt mit eng aneinander liegenden Zehen und genügend dicken, derben, widerstandsfähigen Ballen, keine zu üppige Behaarung. Sie fußen parallel, im Stand und in der Bewegung weder einwärts noch auswärts gerichtet.
Hinterhand

Allgemeines:
Von hinten betrachtet gerade und parallel. Korrekte Winkelungen in Knie- und Sprunggelenken. Kräftige Knochen
Oberschenkel:
Lang, breit und muskulös, Becken und Oberschenkel. bilden einen gute Winkel
Knie:
Kräftig, Ober- und Unterschenkel bilden einen guten Winkel.
Unterschenkel: Lang, muskulös und sehnig.
Sprunggelenk: Kräftig.
Hintermittelfuß: Kurz, senkrecht stehend.
Hinterpfoten:
Rund und gewölbt mit eng aneinander liegenden Zehen und genügend dicken, derben, widerstandsfähigen Ballen; keine zu üppige Behaarung. Sie fußen parallel im Stand und in der Bewegung, weder einwärts noch auswärts gerichtet.

Gangwerk:
Raumgreifend, mit viel Schub und entsprechendem Vortritt, in Vorder- und Hinterhand gerade und parallel; dabei gut aufgerichtete Haltung. Passgang ist unerwünscht.

Haut:
Straff anliegend, ohne Faltenbildung.
Haar:
dicht, mittellang, glatt bis wenig gewellt, fest anliegend, wasserabweisend. Die Umrisse des Körpers dürfen durch zu langes Haarkleid nicht verdeckt werden. Es soll durch die Dichte möglichst guten Schutz gegen Witterungs- und Geländeeinflüsse und Verletzungen bieten. Kurzhaariger glatter Behang ist fehlerhaft. Vorderläufe befedert, Hinterläufe bis zum Fersengelenk behost, Rute mit langer Fahne und weißer Spitze, üppige Brusthaare unerwünscht
Haarfarbe:
braun-weiß und braun-schimmel mit braunen Platten, -Mantel, -Tupfen, Blesse ist zulässig; lohfarbene Abzeichen an Fang, Auge und um das Waidloch sind gestattet (Jungklaus´sche Abzeichen).
Größe:
Widerristhöhe Rüden: 54 cm Widerristhöhe Hündinnen: 52 cm. Mit zulässiger Größenabweichung von plus/minus 2 cm

FEHLER

Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.

Schwere Fehler:
( bedeutende Standardabweichungen)· Schwerfälliger, grobknochiger Körperbau.
· Erhebliche Abweichungen vom Verhältnis Rumpf – Hals – Widerristhöhe
· Mehr als 50 % der Nase fleischfarben oder gefleckt
· Spitzer Fang. Durchgebogener (konkaver) Nasenrücken.
· Zu helle Augen. Hellgelbe Habichtsaugen.
· Erheblich fehlende Brusttiefe oder zu flacher oder tonnenförmiger Brustkorb.
· Stark auswärts oder stark einwärts gedrehte Ellenbogengelenke.
· Steil stehender Vordermittelfuß.
· Stark kuhhessig oder stark fassbeinig, sowohl im Stand wie auch in der Bewegung.
· Gespreizte Zehen bzw. offene Pfoten, flache Pfoten- (durchgetreten).
· Schwerfälliges Gangwerk.
· Glatter Behang ohne Behaarung, zu lange und gelockte Haarfransen an den Behängen.
· Zu stark gelocktes Haar.
· Größenabweichung mehr als +/- 2 cm und nicht mehr als +/-4 cm

Ausschließende Fehler:
· Ängstlichkeit, Aggressivität, Wild- und/oder Schussscheue.
· Grobe Abweichungen vom Geschlechtstyp, Geschlechtsmissbildungen.
· Völlig depigmentierter Nasenschwamm
· Alle Abweichungen vom korrektem Scherengebiss außer Über- oder Unterzahl von 2 x P1
· Kiefer- und Lefzenspalt.
· Vogelauge
· Ektropium, Entropium, Distichiasis, (doppelte Wimpernreihe).
· Starke Kehlwamme
· Deutlicher Karpfenrücken..
· Starker Senkrücken. Verkrümmung der Wirbelsäule;
· Deformierter Brustkorb, z.B. « abgesetzte Brust ».
· Knickrute, Ringelrute sonstige Rutenfehler, z.B. zu kurze oder zu lange Rute
· Einfarbigkeit
· Größenabweichung mehr als +/- 4cm

Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen, müssen disqualifiziert werden.
N.B. : Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.